Sonntag, 2. Februar 2014

Ronny Riese vom Dusterwald-Teil 4



Lucinas Bote

Was für ein Traum, dachte Ronny, als er am nächsten Morgen aufwachte. Er reckte die Arme nach Oben ,streckte, und erhob sich- und erstarrte. Er hatte erwartet ,in seinem Zimmer zu erwachen, doch er befand sich in der Elfenbehausung. Ein Sonnenstrahl kam durchs Fenster ,zusammen mit frischwürziger Frühlings-Waldluft. „Ah, guten Morgen!“, rief Lichtfang, der ,bereits wach, an der Tür stand. „Hier auf dem Tisch steht eine Schüssel mit Wasser zum Waschen. Von den Blättern gesammelter Morgentau, das Beste, was es gibt, und unten bereitet Baugin gerade das Frühstück“. Ronny stand auf ,ging zum Tisch und wusch sich. Das kühle Nass war herrlich erfrischend und weckte seine Lebensgeister. Als er fertig war ,ging er zur Tür , öffnete sie und wollte gerade hindurch gehen. Oh ,wie war das noch? wir sind ja oben ,dachte er und wich gerade noch rechtzeitig zurück ,um nicht herunter zu fallen. Das Medaillon berühren, die Augen schließen und sich vorstellen ,das man schwebt, also gut .Er griff sein Medaillon und Schloß die Augen, und spürte im nächsten Moment ,wie er abhob.  „Autsch!“, er war gegen die Decke geschwebt. „Das müssen wir noch üben“. Er trat einen Schritt zur Tür hinaus- und stand in der Luft. „Nun gut, und jetzt nach unten“. Er schloss die Augen , und langsam schwebte er dem Boden entgegen.
Unten wurde er bereits erwartet. Baugin, Fenrick, Lichtfang, Agrak, und Fargin saßen um ein Feuer herum und aßen. An Stöcken hielten sie eine Art Brot ins Feuer, um es zu rösten ,sich Becher mit einem dampfenden Getränk. Sie grüßten sich, und er nahm Platz. Gleich darauf bekam er einen Stock mit einem großen, heißen Stück Brot. „Buchweizenbrot“, erläuterte Baugin „und hier ist ein Kräuter- Honigtee“. Er rechte ihm einen Krug „Vorsicht heiß“ Er aß und trank und es schmeckte sehr gut.
Ronny schaute sich um und sah rings um die Senke viele Feuer brennen, an denen Zwerge, ,Elfen , und Kobolde saßen , aßen und schwatzten. Es war ein sehr lebendiges Bild. Etwas weiter weg äste ein Reh, anscheinend ohne Angst vor der hier lagernden Gesellschaft.
„Nun Ronny, wie fühlst du dich heute ,angesichts deiner Aufgabe ,hast du alles realisiert ?“,fragte Lichtfang.„Ich habe mich damit abgefunden, das es Realität ist, aber ob ich das schaffe, ich weiß es nicht.“ „Das ist normal, es ist eine große Aufgabe, die vor dir liegt, aber wir werden alles tun, das du sie bestehst. Morgen früh brechen wir zur großen Reise auf, vorher erwarten wir noch einen Kundschafter von Lucina“
Das Frühstück neigte sich dem Ende zu .Die Feuer wurden allmählig gelöscht, und die Wesen begannen ihrem Tagewerk nach zu gehen. Elfen verschwanden nach Oben in die Bäume ,Kobolde zwischen die Büsche und Zwerge in ihre Behausung und kamen mit Werkzeugen bewaffnet wieder heraus, mit denen sie in Richtung einer felsigen Erhebung verschwanden.
Thore kam zwischen den Büschen hervor, lief zu ihm, und wünschte guten Morgen. Auch daran, das sein Kater sprach, musste er sich noch gewöhnen. Die Tatsache, das er ihm in die Augen sehen konnte erinnerte ihn daran, das er ja auch Elfengröße besaß. Er griff an sein Medaillon ,schloss die Augen und konzentrierte sich, fühlte es genauso kribbeln, wie Gestern Abend ,und hatte seine normale Größe wieder.
Den Vormittag verbrachte Ronny damit , seine Fähigkeiten mit dem Medaillon zu verbessern und die Gegend kenn zu lernen. Er war ja schon oft im Wald gewesen, aber noch nie so tief eingedrungen. Mit Thore zusammen , ging er einen Pfad von der Senke  in den Wald hinaus. Zwischen dichtem Gebüsch ,hohem Gras und uralten Bäumen hindurch. Unter einer großen Tanne ,entdeckten sie ein paar Pilze, wie Ronny feststellte essbare, und steckten sie in eine ,aus Rinde gefertigte Tasche und nahm sie mit zum Mittagessen.
Auf einer kleinen Lichtung ließen sie sich kurz nieder. Thore schnupperte in der Gegend herum, und kam dann zu ihm. Ronny blickte sich um und erstarrte. Dort, in einem dichten Gebüsch, sah er ein Paar orange-gelbe Augen und einen riesigen ,schwarzen Schatten. „Thore“, flüsterte er ,und wies unauffällig zu dem Busch. „Oh, Oh, das ist nicht gut. Besser, wir machen ,das wir weg kommen.“ Anstelle einer Antwort, erhob sich Ronny und machte Kehrt. Im nächsten Augenblick flog der schwarze Schatten über sie hinweg, und landete vor ihnen. Es war ein riesiger ,schwarzer Wolf .Wie glühende Kohlen funkelten die Augen, und als er das Maul öffnete ,entblößte er große weißgelbe Reißzähne. Drohend knurrte er sie an .
Einem Impuls folgend, griff sich Ronny seinen Kater und sprang seitlich in ein Gebüsch .auf der anderen Seite rutschten sie einen Abhang hinunter, und prallten schließlich gegen eine große Tanne . Mühsam erhoben sie sich und hörten schon den Wolf durch das Dickicht brechen. „Komm“, sagte Ronny, griff sich mit einer Hand Thore , mit der anderen ans Medaillon, schloss die Augen und konzentrierte sich . Junge und Kater schwebten auf den Baum, und landeten schließlich auf einem dicken Ast, hoch inmitten der Krone. Unten suchte der schwarze Wolf nach ihnen. Da er sie nicht fand und in der Baumkrone nicht sehen konnte, stieß er einen unheimlichen Heullaut aus,und verschwand.
„Gut, das du das noch mal trainiert hast“, meinte Thore „Ja, das war sehr klug von dir, Ronny“, sagte eine tiefe, getragene Stimme neben ihnen. Sie erschraken, und sahen sich um. Neben ihnen auf dem Ast saß ein großer Uhu, der sie mit seinen großen .gelben Augen durchdringend ansah, und Ronny erkannte in ihm den selben Uhu, der bei der Konferenz zusammen mit dem Raben, auf einem Ast, in der Nähe von ihm gesessen hatte. „Ich bin Nachtklug, König der Eulen von Dusterwald, und du kannst von glück sagen, das du noch lebst, obwohl du gezeigt hast, das du die Findigkeit besitzt, dich aus brenzligen Situationen zu retten. Es war unklug, dich soweit von der Senke zu entfernen, du siehst ,die Kundschafter des Schattenfürsten sind bereits hier. Lucina hat mich beauftragt hier zubleiben und über dich zu wachen. Wärest du nicht von selbst auf die Idee gekommen, dann hätte ich dich hoch geholt. Wenn du dich etwas verkleinerst, bringe ich dich zurück .Ronny spürte Scham. Natürlich hätte ihm klar sein müssen, das er in Gefahr war ,wenn er sich allein so weit in Wald wagte .An die Wesen der Finsternis hatte er nicht gedacht. „Gut, ich werde es demnächst beherzigen“, sagte er verlegen. Dann griff er sein Medaillon ,schloss die Augen und spürte es kribbeln und er war wieder klein wie ein Elf. Nachtklug erhob sich in die Luft, flog über sie ,griff sich mit den Klauen des linken Fußes den Kater, mit Rechts den Jungen und flog los. Es dauerte etwa fünf Minuten, bis sie da waren. Nachtklug lies sich nieder und setzte sie ab. Baugin und Lichtfang kamen zu ihnen, während Ronny sich wieder vergrößerte . „Nachtklug, welche Überraschung „,rief der Zwerg, und das am Tage. „Ich kann nicht ruhen ,dieser Tage ,wenn ich über Ronny wachen soll. Doch nun er in Sicherheit ist, werde ich ein paar Stunden Ruhe nehmen müssen. Wir sehen uns heute Abend wieder. Seid auf der Hut ,und sorgt dafür, das er nicht mehr in den Wald geht. die Boten der Finsternis sind nicht weit. Ein schwarzer Wolf ist in der Nähe.“ „Oh je , gut das zu wissen, wir warten noch auf den Kundschafter Lucinas, der heute Abend kommen soll.“ Nachtklug flog wieder los, und war schnell zwischen den Bäumen verschwunden.
Den restlichen Tag passierte nichts besonderes mehr. Baugin schickte Zwerge in Gruppen los, um die Umgebung zu erkunden. Lichtfang schickte Elfen auf Kundschaft. Fenrick berichtete, das er bereits Kobolde voraus geschickt hatte,  die die ihren im fernen Nachtwald unterrichten und um Hilfe bitten sollten.
Gegen Abend, als die Sonne unterging, kam Nachtklug zurück ,und nahm auf dem Ast Platz, auf dem er während der Konferenz gesessen hatte. Und wenig später kam weitere Besuch, es war jener Rabe, der damals neben dem Uhu gesessen hatte. Er trug ein Paket im Schnabel. „Rrronny, dies schickt dir Lucina“, sagte er und lies das das Päckchen vor ihm fallen. Ronny    nahm und öffnete es .Es ein in Leder gewickelter Bernsteinähnlicher Stein, von Faustgröße. Und es war noch ein Blatt Pergament dabei, auf dem geschrieben Stand  :Lieber Ronny! Dies ist ein Wegestein. Verwende ihn klug ,dann kann er dir einmal das Leben retten. Nachtklug und Rabak werden über euch wachen, so wie ich. Mit allen guten Wünschen, Lucina
 „Wer ist Rabak?“ ,fragte Ronny. „Das bin ich“, sagte der Rabe. Nachtklug und ich ,werrrden Lucinas Augen und Ohrrren sein.“ „Nun denn“, meinte Baugin. „Wir sollten schlafen gehen. Morgen früh brechen wir auf, da brauchen wir alle unsere Kräfte.“  

Nun geht die Reise also los.Was Ronny und seine Freunde beim Aufbruch und auf der ersten Etappe erleben,in der nächsten Folge. 

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