Sonntag, 9. März 2014

Ronny Riese vom Dusterwald -Teil 7



In der Waldmühle

Durch dichten Wald, Gesträuch und Gestrüpp führte sie ihr Weg ,ab und zu unterbrochen von einer Lichtung. Von oben konnten sie immer wieder Flügelschlag, und aus den Büschen raschelte es. Ob von Freund oder Feind war nicht immer klar zu sehen. Fast unablässig streiften Grauwyn und Rotpelz jetzt um die Gefährten ,und ab und zu liess sich auch mal einer der ihren sehen. Auf dem einen oder anderem Baum ,an dem sie vorbei gingen ,saß auf einem Ast ein Rabe oder eine Eule.
Irgendwann begann es bergan zu gehen. Jetzt gingen sie aus dem Wald hinaus auf einen Weg, der sie bald an einem klaren ,rauschenden Bach vorbei führte. Hier ist weniger dichtes Gestrüpp an der Seite, da wird es ihnen schwerer fallen, uns zu folgen“, meinte Baugin „Bald haben wir auch unser Etappenziel für heute erreicht, nämlich die Waldmühle“. „Warum haben sie uns nicht schon längst angegriffen? Gelegenheit dazu hätten sie doch gehabt“, wollte Ronny wissen. „Weil wir Grauwyns und Rotpelz´ angehörigen gut geschützt werden. Sie sind noch zu schwach“.
Sie gingen weiter .Der Weg vor ihnen verbreitere sich .links floss der Bach, rechts standen Busch- dahinter Baumbewuchs., von dem hier und da  Äste über den Weg wuchsen. Vom Bach kam eine angenehme Kühle, die die Mittagshitze erträglich machte. So wanderten sie, ohne besondere Vorkommnisse, bis in den späten Nachmittag, als sich die Sonne bereits rotglühend hinter die Baumwipfel zu senken begann.
Vor ihnen verbreiterte sich der Weg zu einer Lichtung. Dort floss der Bach aus einem großen, Moosbewachsenen und oben buschbewuchertem Felsen heraus, und an dieser Bachquelle stand eine alte Wassermühle, die besten tage schon hinter sich hatte. Windschief wirkte das Gebäude, an den Wänden Blätterte der Putz und das Holz an laden und Tür war ausgebleicht. Das Mühlrad ,war ebenso mit Moos bewachsen, wie der Felsen.       
„Die Waldmühle“, sagte Baugin, und machte eine ausladende Geste. „Hier werden wir essen und übernachten, denn sie ist auch ein Gasthaus“ „Wenn du gestattest, werden Rotpelz und ich uns unseren zurückziehen. Wir bleiben hier in der Nähe“ „Natürlich“, nickte Baugin, und sie zogen sich zurück .Die Anderen betraten das Gasthaus. In diesem Moment fragte sich Ronny, wenn das Gasthaus von einem Menschen betrieben wurde ,ob der denn schon mal Zwerge, Kobolde oder Elfen gesehen hatte. Andererseits, lag diese Mühle mitten im Wald ,fern ab der Zivilisation, und zumindest Baugin schien schon hier gewesen zu sein. Wer weiss ,vielleicht wurde sie ja auch von einem Zwerg , Elf oder Kobold betrieben.
Doch der Betreiber war wirklich ein Mensch. Ein kleiner Mann mit gutmütigem ,gerötetem ,Gesicht, einem rötlich-grauem Haarkranz und ebensolchem Walroßschnurrbart ,der graue Hose, weißes Hemd und derbe Holzschuhe trug. auf dem Kopf saß schief ,eine staubige weiße Mütze, und um den Hals trug er ein gelbes Tuch. außerdem eine schmutzige blaue Schürze vor einem halbkugelförmigen Bauch. „Baugin, alter Freund, warst lange nicht mehr hier“ „Grüß dich Hans“ Erst jetzt bemerkte Ronny, das der Zwerg wieder gewachsen war, wie bei ihrem ersten Zusammentreffen, ebenso auch Lichtfang und Fenrick. „Meine Freunde hier und ich wollen heute bei dir übernachten und wenn du noch was zu essen hast ,wäre auch nicht schlecht.“ „Sicher“, sagte der Wirt lachend ,setzt euch ,und der Kater kann meiner Mia Gesellschaft leisten“. Dabei zeigte er auf Thore ,und dann auf eine grau getigerte Katze, die in einer  Ecke auf einem großen Kissen lag, und die die Neuankömmlinge neugierig beäugte.. Thore lief zu ihr rüber ,und legte sich zu ihr. „Nun ,der ist versorgt“, meinte der Wirt vergnügt, und jetzt hole ich Hühnersuppe, Brot und Wurst und Wein oder lieber Quellwasser?“ „Beides, hier“, sagte Fenrick ,hob seinen Hut, und holte einen ei-großen Goldklumpen hervor, und warf ihn ihm zu. Und zu Ronny ,der ihn erstaunt ansah, sagte er lachend   : „Was wär´  ich für `n Kobold, wenn ich kein Gold hätte?“
Wenig später trug Hans auf und sie aßen ,tranken und schwatzten. Der Raum füllte sich bald mit anderen Gästen. Teilweise wild aussehenden Menschen, aber tatsächlich waren auch Kobolde und Zwerge dabei. Sie vermieden es mit zu vielen anderen Gästen zu reden. Man wusste ja nicht wer darunter war. „Jeder hier könnte ein Spion sein“, warnte Baugin. Als es draußen schon dunkel war, betrat ein hagerer, hoch gewachsener Gast den Gastraum. Er trug einen braunen Schlapphut ,war in schwarzes Gewand gekleidet, über dem er einen Umhang aus grauem Pelz trug. Er hatte schwarzes Haar Sein Gesicht war blass und hager ,hatte einen schmalen Mund, stechende ,graue Augen, und eine große Adlernase ragte aus ihm heraus. „Baron Grendelsen“, rief der herbei geeilte Wirt, und verbeugte sich. „welch angenehme Überraschung, hatten sie bisher einen schönen Tag?“ „Ganz angenehm“, sagte der neue Gast  herablassend, mit hohler Stimme. „bringen sie mir einen Krug vom besten Wein, und einen Obstler ,ich nehme meinen üblichen Tisch“ „Natürlich“, sagte der Wirt und eilte davon.
Der Gast ging zu einem kleinen ,Runden Tisch ,in einer Nische und lies sich dort nieder. er legte den grauen Pelzumhang ab ab ,legte ihn über seinen Stuhl und setze sich. Dann lies er seinen Blick durch den Gastraum schweifen, und blieb auf Ronny haften, den er eingehend taxierte.
„Du scheinst ihn sehr zu interessieren“, raunte Lichtfang ihm zu „Kennst du ihn?“ Nicht das ich wüsste“, gab Ronny zurück „er wirkt irgendwie unheimlich.“ „Ich habe schon von ihm gehört“, sagte Baugin „Viel allerdings nicht. Er lässt sich nicht oft in der Öffentlichkeit sehen, aber ich weiß ,das er weiter nördlich ein Schloß und Ländereien hat. Er soll sehr reich sein“
„Der unheimliche Gast sah weiterhin zu ihnen ,bis der Wirt mit einem Krug, und einem Schnapsglas zu ihm kam.
„Äh, Hans, wir wollten jetzt schlafen gehen. “Sicher“, sagte der Wirt diensteifrig ,kommt mit ins Obergeschoß. Sie folgten ihm nach oben. „Ich kann zwar nicht jedem einzelnen ein Zimmer geben ,aber wenn jeweils zwei ein Zimmer nehmen…“ „Gib uns lieber ein Zimmer für alle“, sagte Baugin. „Oh gut, dann kommt mit zum Ende des Ganges“ An der Stirnseite des Ganges war ein größeres Zimmer. Hans schloss es auf und sie traten ein. Drinnen waren vier weißbezogene Betten  und in der Mitte ein Tisch mit zwei Stühlen „Bitte“, sagte der Wirt „fühlt euch wohl ,und eine angenehme Nacht.“ „Es ist besser ,wenn wir alle in einem Zimmer wohnen, so können wir uns besser schützen“, sagte Baugin, „und nun lasst uns schlafen“
Das Bett war gemütlich und Ronny fiel ebenso schnell in Schlaf ,wie seine Freunde .Mitten in der Nacht wachte er auf. Er richtete sich kurz auf, dann fiel er zurück ,und wollte sich gerade umdrehen, als er von draussen knurren und bellen vernahm .Er richtete sich auf, stand auf ,und ging zum Fenster ,um heraus zu schauen ,doch er prallte zurück. Von oben kam eine grässliche Fratze ,direkt vor das Fenster ,und sah ihn aus heimtückischen, roten Augen an. Er stieß einen erschrockenen Schrei aus. Augenblicklich waren seine drei Gefährten oben. „Ronny, was ist?“ „Da, am Fenster!“ Doch die Kreatur war fort. Baugin lief zum Fenster und öffnete es. Im nächsten Moment schoss die Kreatur wieder herunter. Jetzt konnte Ronny Flügel auf ihrem Rücken sehen. Sie streckte die Arme nach dem Zwerg aus, doch Baugin griff nach seiner Keule ,und schlug zu, worauf das Monster wieder verschwand. Blitzschnell schlug er das Fenster wieder zu. „ein Nachtmahr !“schrie er „und unten scheinen sie zu kämpfen“ ,schob er nach ,da das Knurren und Bellen nun lauter wurde „Zusammenpacken und raus hier“, rief Lichtfang unnötiger Weise. Sekunden später waren sie schon an der Tür und öffneten sie .Sie traten heraus und prallten zurück. vor sich hatten sie eine Wand schwarzer Leiber .Gelb-orange Augenpaare glotzten sie an.
Sie wandten sich zurück und schlugen die Tür zu. Dann nahmen sie die Betten und schoben sie davor. Jetzt hörten sie ein Klopfen. Ronny wandte sich um ,und die  anderen taten es ihm nach. Am Fenster war wieder der Nachmahr. Diesmal hing er andersherum und trat flügelschlagend gegen die Scheibe. „Tja“, meinte Fenrick düster „Jetzt haben wir wirklich ein Problem. Sieht aus, als säßen wir in der Falle… 

Tja,nun sitzen sie in der falle.Ob sie da wieder herauskommen?Mal sehen,in der nächsten Folge

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen