Sonntag, 23. März 2014

Ronny Riese vom Dusterwald-Teil 9



Mummine und Hutzelmann

Grauwyn, Fenrick, Baugin, Lichtfang, wo seid ihr!, schrie es in ihm, dann schlug er die Augen auf. Das erste, was er bemerkte, war eine hölzerne Decke. Dann stellte er fest, das er in einem Bett lag. Daunendecke und Kissen, bezogen mit grobem Leinenstoff und unter sich eine weiche Matratze, mit Heu gefüllt.
Er setzte sich auf, und sah sich um. Er war in einem Raum ,dessen Wände aus grob bearbeiten Holz bestanden. An der Wand ,gegenüber seinem Bett stand ein Fenster, davor stand ein Tisch mit zwei Stühlen, auf der ein Krug ,sowie eine Schüssel und ein paar Tücher lagen.. Geradeaus, am Fussende des Bettes war eine Tür ,an der ein Kranz aus Kräutern hing.
Jetzt erst war ihm bewusst ,das er mehrere Verbände an Brust, Schulter und am Oberschenkel trug , und spürte er auch einen dumpfen Schmerz ,und fühlte sich plötzlich matt und schwach ,so das er in sein Kissen zurück fiel.
In diesem Moment ging die Tür auf, und eine Frau betrat den Raum. Sie war klein und schlank und mochte Anfang Vierzig sein. Ihr Gesicht war blass, Klug und schön, mit weichen Zügen. Ihre Augen hatten eine warme, braune Farbe, und gaben dem Gesicht ,einen gütigen ,freundlichen Ausdruck. Sie trug ein schlichtes Kleid von moosgrüner Farbe und eine braune Schürze . Hinter ihr kam eine bekannte Gestalt :Hutzelmann ,der Waldgeist.
„Hutzelmann!“, rief er ,und richtete sich auf, nur, um gleich wieder zurück zu sinken.
„Aha, mein kleiner Patient ist wieder zu sich gekommen, das ist gut“, sagte die Frau mit wohltönender, tiefer Stimme ,und lächelte. „Man nennt mich Mummine, die Heilerin.“
„Niemand kennt sich mit Kräutern aus, wie Mummine, die Kräuterhexe“, bestätigte Hutzelmann. „Du weißt, das ich diese Bezeichnung nicht gern höre“, sagte sie Stirn runzelnd an den Waldgeist gewandt. „Hexen sind doch nicht zwingend etwas böses“ erwiderte er „Doch wenn es stört, ich lasse es. Ronny, schön, das es dir besser geht. Ich brachte dich fort vom Kampf schwer verletzt. Und brachte dich hier her, denn wusste ich, nur Mummine kann dich heilen. Eine Freude ist es ,zu sehen, das noch rechtzeitig war.“
„Was ist mit den anderen?“, wollte Ronny wissen . „Nun einer ist hier“, sagte Hutzelmann, und wies nach unten. Ronny folgte seinem Blick ,und stellte erst jetzt fest, das Thore neben seinem Kopfende auf einem Kissen am Boden lag und schlief. „Es ist nichts Ernstes mit ihm“, sagte Mummine, nur ein Paar Prellungen und Schürfungen, aber auch er ist noch schwach.“
Er langte nach unten ,und kraulte den Kater zwischen den Ohren. Der hob den Kopf und sagte nur“ du lebst!“ „Was nun deine anderen freunde betrifft, ich kann nichts sagen. Als ich dich und deinen Kater in Sicherheit brachte ,Grauwyn verteidigte sich tapfer, und die Seinen kamen ihm grad zu Hilfe. Von den anderen Dreien, ich weiss nichts, doch ich werde es erkundigen.“ Er verbeugte sich, und Verschwand.
„Nun“, meinte Mummine, „lass mich einmal deine Verbände kontrollieren“. Sie drängte ihn sanft zurück ins Kissen, zog die Decke zurück, und betastete behutsam die Verbände, dann sah sie ihm in die Augen, und prüfte seine Temperatur, in dem sie ihm die Hand an die Wange hielt.
„Sehr gut“,meinte sie, „Kein Wundbrand. Ruhe dich weiter aus. Ich komme nachher, und bringe dir Brühe und heute Abend wechseln wir noch einmal die Verbände.“
*
Weit entfernt, saßen zwei kleine Gestalten im Wald, an einem Lagerfeuer. Einer war ein Zwerg, der andere ein Kobold. „Ich mache mir Sorgen“, sagte Baugin „Wo mögen sie Lichtfang hin gebracht haben, und wo ist Ronny ,wo Grauwyn.?“
Beim Kampf mit dem Schattenfürsten waren sie versprengt wurden. Nachdem Grauwyn Ronny ergriffen hatte ,hatten auch sie die Flucht ergriffen. Bewusst waren sie in die entgegen gesetzte Richtung gelaufen, um von Ronny abzulenken. Doch während ihrer Flucht ,hatte ein Nachtmahr Lichtfang ergriffen ,und war mit ihm davon geflogen.
Ihre Trübsal wurde unterbrochen, als etwas durch das Dickicht brach. Eine große ,Kräftige Gestalt auf Vier Beinen.
„Grauwyn!“ riefen Beide gleichzeitig „Wo ist Ronny, wo ist Thore?“ „Ich weiß es nicht“ , antwortete Grauwyn, während hinter ihm Rotpelz folgte „Wir wurden getrennt .als wir dachten in Sicherheit zu sein und stoppten wurden wir von Grendeln überfallen. Trollwesen aus dem Norden .Ich rief Ronny zu er sollte verschwinden, doch er war schwer verletzt, und schien verloren. Dann gab  es ein grelles grünes Licht, und er und Thore waren verschwunden.“
„Schwer verletzt“, wiederholte Baugin, von Grauen gepackt. „Dann lebt er vielleicht nicht mehr , und ob Lichtfang noch lebt, wissen wir auch nicht. Dann ist unsere Mission gescheitert“
„Das ist sie nicht!“, sagte eine tiefe ‚Stimme hinter ihnen. Sie drehten sich um. Auf einem Ast eines nahe stehenden Baumes, saß Nachtklug der Uhu. „Ronny ist verletzt ,aber in Sicherheit, ebenso sein Kater. Lucina sendet mich, euch das zu sagen. Hutzelmann brachte sie zu Mummine, wo sie genesen. Wenn sie Gesund sind ,werden sie ihren Weg fortsetzen, der vielleicht den euren wieder kreuzt. Doch jetzt habt ihr eine andere Aufgabe. Lichtfang wird auf Schloß Grendelsen gefangen gehalten, und darf nicht im Stich gelassen werden“ .“Grendelsen?“ ,meinte Baugin, wieder lebendig geworden „Das war doch dieser unheimliche Mensch in der Mühle.“ „Ja,er hat sich den dunklen Mächten verschrieben und paktiert mit ihnen. Es heißt ,es gibt dort ein magisches Tor in die Unterwelt.“ Meine Eulen meldeten mir ,das Lichtfang dort ist. Er darf ihnen nicht überlassen werden.“ „Nein ,natürlich nicht“, meinte Fenrick. „Dann gehen wir also dorthin“, meinte Grauwyn, „Doch den Jungen sehen wir nicht wieder.“
„Wenn das Schicksal es will, werden sich eure Wege wieder kreuzen, aber auch jetzt ist er bei seiner Aufgabe nicht allein. Doch richtig, vorerst geht ihr getrennte Wege.“   


So sind die Wege der Freunde also erst einmal getrennt Ob sie wieder vereint werden,und was sie erleben?
demnächst hier im Blog

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