Sonntag, 26. Oktober 2014

Ronny Riese vom Dusterwald,Teil 19



Der dunkle Sturm bricht los
Am Nachtwald tobte ein wilder Kampf. Lucina und Lusaga ließen aus den Händen Strahlen schießen, die eine Art bläuliche Mauer vor dem Wald bildete.
Die Feinde rückten heran. Schwarze Wölfe, Trolle, Grendel ,Nachtmahre .aber wo war der Schattenfürst. wo war Grendelsen?
Die Waldgeschöpfe stellten sich als Front vor die heran nahenden Gegner.
„Räumt lieber den Weg. Ihr werdet den Jungen nicht schützen können.“, rief ein besonders großer schwarzer Wolf.
„Berulf!“ ,knurrte Grauwyn, der an vorderster Front stand „Gibt es dich noch, der du so großen Verrat gegen die deinen geübt hast.“
„Grauwyn, der alte Herr der Wölfe .du bist noch immer ihr König?“
„Enttäuscht? Du wolltest mich damals durch Verrat aus dem Weg haben ,weil du schoin damals machtgierig warst. Nun bist du ja Herrscher. So groß war also dein Machthunger ,das du dich der Dunkelheit verschrieben hast"
„Spiele nicht den Moralisten, das passt nicht zu dir.“
„Ich werde dir zeigen, was zu dir passt!“
Die Schlacht ging los. Schwarze und graue Wölfe, Füchse, Grendel, Zwerge ,und Kobolde  fielen übereinander her .In der Luft kämpften Elfen gegen Nachtmahre .Die beiden Feen hielten Ausschau. sie suchten den Schattenfürsten. Neben Lucina flirrte es grün  auf ,und Hutzelmann erschien.
„Durch den Wald sind sie. Den Nachtberg erklimmen sie jetzt.“
„Gut. Dann können wir erfolgreich sein, der dunkle Fürst ist noch nicht da.“
„Wenn wir am ganzen Nachtwald Ausschau halten wollen, wir müssen uns trennen.“
„Nun gut“, meinte Lucina „trennen wir uns . Lusaga bleibt hier ,ich gehe nach Norden, und du nach Süden.“
Doch plötzlich schoss aus aus dem Nachtwald ein Feuerball, und schlug in Lusagas Haus ein .Eine Frauengestalt kam schwebend über den Wipfel.
„Issa, die echte Issa,“, stieß Lucina hervor, dann stiess sie sich selber vom Boden ab ,und schwebte der Hexe entgegen, die Lichtblitze auf sie abfeuerte, denen die Fee geschickt ausweichte.
Unten befanden sich Grauwyn und Berulf in harten Kampf, Rotpelz, und ein anderer Fuchs bekämpften einen Grendel, und in einiger Entfernung schoss Agrak ,Fenricks Bruder einen violetten Lichtblitz auf zwei schwarze Wölfe ab. Der Kampf um Dusterwald hatte begonnen.
Abseits davon ,etwas weiter nördlich ,tauchte schwarzer Nebel auf…
*
Ronny, Baugin, Fenrick und Lichtfang erklommen den Nachtberg. Das Grün wurde kärglicher, und machte zunehmend Felsen Platz. Jeh Höher sie kletterten, desto mehr wurden sie von Nebelschwaden umgeben. Vor ihnen tauchte ein Felsvorsprung auf. Ronny wollte ihn grade erklimmen, als plötzlich in den Schwaden ein Totenkopf am Rand auftauchte, auf dem ein altertümlicher Ritterhelm saß, und aus dessen Augenhöhlen es rot glühte. einen schrillen schrei ausstoßend griff er mit seiner knöchernen Klaue, deren Arm von Stofffetzen, bedeckt war ,nach dem Jungen, der einen Schreckensschrei ausstoßend, mit der einen Hand den Halt verlor und abrutschte.
Fenrick ließ einen violetten Lichtstrahl aus seinen Händen blitzen, der das ungeheuer traf und es zerbersten ließ.
„Deine Kräfte“, rief Lichtfang. Ronny nickte und schloss die Augen. Langsam begann er nach Oben auf den Vorsprung zu schweben. Die anderen folgten ihm.
„Das ging ja noch mal gut“,meinte Baugin „nun gut ,eine Etage höher müssen wir noch ,dann kommt das Sternentor ,der Eingang zu den Minen, die zum Tempel führen.
Sie stiegen weiter empor .Der Felsen wurde zerklüfteter ,und nur hier und da, stand noch ein dürrer Baum .
„Bald muss das Sternentor kommen“, rief Baugin Aus dem Nebel waberten Gestalten um sie herum. Geister und Phantome, und plötzlich ertönte ein Flügelschlag und ein, nein zwei Nachtmahre stießen auf sie herab ,und attackierten sie.
Baugin schlug mit seinem Knüppel nach ihnen, Fenrick und Lichtfang schossen Blitze ab, und auch Ronny legte die Fäuste aneinander, ein blauer Lichtblitz schoss hervor ,und traf einen der beiden Nachtmahre, der nach unten taumelte. Baugin traf endlich den zweiten, und da kam schließlich  ein Vorsprung ,über den sie sich schwangen.
„Die werden so schnell nicht wieder kommen“, bemerkte der Zwerg grimmig, dann wandte er sich an Ronny: “Deine Kräfte kommen immer stärker, das ist gut.“
Sie wandten sich um .Da war eine Felswand vor ihnen ,in die Symbole geritzt wurden, die Ronny an etwas erinnerten.
„Das muss  das Sternentor sein“, sagte Lichtfang „aber wird es geöffnet?“
„Diese Symbole erinnern mich an etwas „,meinte Ronny „Wart mal…“ Er schloss kurz die Augen und dachte nach. Dann rief er plötzlich  „Ah!“, griff unter sein Hemd, und holte das Amulett hervor. Alle schauten darauf. Tatsächlich, die Symbole waren die gleichen ,wie die auf der Felswand.
„Dein Amulett muss der Schlüssel sein“, meinte Baugin
„Ja, aber wie benutzt man es?“ Ronny beschloss es einfach zu versuchen. Er trat an die Felswand, und hielt das Amulett mit der Symbolseite, so das es auf die Symbole im Stein zeigte. Es begann zu leuchten.Sein bläuliches Licht ging auf die Symbole in der Felswand über, die hell erleuchteten, und plötzlich schob sich die Felswand zur Seite und gab einen großen Eingang frei. Vorsichtig trat er ein, und die anderen folgten ihm.
Kaum, das sie die Mine betreten hatten, entzündeten sich ,wie von Geisterhand an der Wand hängende Fackeln. Sie folgten dem hohen, breiten Gang immer tiefer in den Berg. Topfsteine hingen teilweise von der Decke oder wuchsen aus dem Boden ,von den Wänden glitzerte es kristallin. Fledermäuse flogen über ihre Köpfe.
Der Gang schlängelte sich durch den Berg, und nach einer guten Stunde mündete er plötzlich in eine Kuppelartige ,runde Halle, in die aus eine Öffnung weit oben das Licht des Mondes fiel. Sie betraten die Halle, und  gewahrten auf  der Linken Seite einen runden See, dessen Wasser fast schwarz war. Auf der Felswand war eine riesige ,runde Fläche zu sehen, die wie eine überdimensionale Ausgabe von Ronnys Amulett wirkte. Sie traten bis vor den See.
„Hier muss irgendwo die Sternenscheibe sein“, sagte Lichtfang  „aber wo genau, weiß nur das Orakel.  
„Und wie rufen wir es?“, fragte Ronny
„Ruf einfach mal“, meinte Fenrick
„Orakel zeige dich!“, befolgte der Junge den Rat. Doch nichts geschah. Ronny befühlte sein Amulett.
„Zeige dich Orakel, gib uns deinen Rat gegen die Finsternis!“ Er nahm das Amulett hinaus ,hob es, und richtete es auf die Wand .Auch nichts. Er senkte es auf den See, und dann geschah es: Das Wasser des Sees begann blau zu erstrahlen, dann schäumte und brodelte es. Es richtete sich förmlich auf  ,bläulich weiß strahlend, und ein Gesicht bildete sich in den Fluten.
„Das Orakel!“, stieß Lichtfang hervor.
Das Gesicht inmitten des schäumenden, leuchtenden Wasser begann sich zu bewegen, der Mund öffnete sich.
„Wer ruft das Sternenorakel?“....        

             


    
                                           

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