Sonntag, 30. November 2014

Ronny Riese vom Dusterwald,Teil 21

Das letzte Duell
Ronny stand wie erstarrt. War dies das Ende? Nach all den Abenteuern, den Anstrengungen, war nun alles umsonst, sollte der Schattenfürst gesiegt haben? Aber was sollte er tun? Hatte er das Recht, seine Eltern zu opfern? Konnte er das tun? Doch was geschah, wenn er die Sternenscheibe aushändigte? Würden sie tatsächlich geschont werden?
„Was ist nun ,Sohn Romualds? Liegt dir so wenig an deinen Eltern, das du bereit bist, ihr Leben zu opfern, um einer Bronzescheibe willen? Dann habe ich vielleicht doch falsch eingeschätzt.“
Nun, war tatsächlich dazu bereit? Fieberhaft dachte er nach, suchte nach möglich aus dieser Lage heraus zu kommen. Es musste doch etwas geben!
„Triff deine Entscheidung!“
Nein, das konnte es doch nicht sein, so konnte es nicht enden! Er blickte auf die Sternenscheibe in seinen Händen, und auf sein Medaillon, und plötzlich durchzuckte ihn ein Gedanke. Vielleicht…Eine Hoffnung. Eine schwache vielleicht, aber eine Hoffnung, eine Möglichkeit. Langsam hob er den Kopf, und blickte in Richtung seines Todfeindes. Er hatte seine Entscheidung getroffen…
*
Um die beiden Kontrahenten fanden Kämpfe statt. Graue Wölfe  Füchse, Zwerge und Kobolde gegen schwarze Wölfe. Zwerge, gegen schwarze Wölfe, Grendel und Trolle, Elfen, Eulen und Raben gegen Nachtmahre , während die beiden Feen und Hutzelmann die Hexen bekämpfen. alles ,um sie von Ronny fern zu halten, der nun breitbeinig vor dem Schattenfürsten stand. Und dann kam der Schock…
*
 Ronny hob die Scheibe  , und schleuderte sie in Richtung des Schattenfürsten. Der streckte den linken Arm aus . Nebel zischte daraus hervor, der die Sternenscheibe umgab. Als würde sie plötzlich in Zeitlupe versetzt hielt sie plötzlich in die Luft            
Der Schattenfürst öffnete die Hand, und als würde sie von dieser magisch angezogen, glitt sie auf diese zu, und wurde schließlich von ihr ergriffen.
Schaurig erklang das Lachen des Schattenfürsten, und alle kämpfenden erstarrten, und sahen zu den Beiden Gegnern.
„Seht“, rief er „Ich habe die Sternenscheibe. Alle  Macht ist in meinen Händen, und die Zeit der ewigen Dunkelheit ist angebrochen.“
„Nein“, hauchte Lucina. Ihr Gesicht war erbleicht. „Nein“, raunte es auch durch die Reihen Verteidiger, die schreckensbleich zum Schattenfürsten und zu Ronny schauten, der dem Dunklen gegenüber stand.
  „Und nun, Sohn Romualds, der du die Frechheit besessen hast, zu glauben ,du könntest mir etwas entgegensetzen, der du dich für fähig gehalten hast, mich zu bekämpfen, nun knie nieder vor deinem Herren. Knie nieder, und gestehe deine Niederlage ein! Knie nieder und unterwirf dich mir!“
Er hob die rechte Hand. Ein roter Blitz fuhr hinaus und traf Ronnys Eltern.
Und Ronny kniete langsam nieder…
*
Entsetzt beobachteten Baugin und Fenrick die Szene. “Nein, das kann doch nicht das Ende sein“, sagte Fenrick. „Doch“, meinte Baugin. Es sieht wirklich so aus, aber was tut er da?“
Ronny kniete vor dem triumphierenden Schattenfürsten, der rief: „Seht, eure große Hoffnung hat sich meiner Herrschaft unterwarfen. Euer Widerstand ist hoffnungslos!“
Er sah nicht, das Ronny , als er kniete an seine Brust griff. Er nahm sein Medaillon in die Hände. Jetzt galt es. Jetzt würde sich zeigen, ob er richtig gedacht hatte. Er schloss die Auge, spürte das Medaillon in seinen Händen , und konzentrierte sich seinen Geist, all seine Gedanken, sein Herzblut, seine Seele, alles konzentrierte er auf das Medaillon, und seine eigenen Kräfte, die tief in ihm steckten. Wenn es nur klappte. Die Zeit der Entscheidung war da…
*
Plötzlich fühlte er Wärme durch seine Hände und seinen Körper strömen.
Wie gebannt starrten alle Wesen auf die Beiden, und sahen, wie Ronny plötzlich von einem blau- weißen Licht umgeben wurde, und ebenso der Schattenfürst, bei dem das Licht aus der Sternenscheibe kam.
Dann wurden sie förmlich durch einen Lichtstrahl verbunden. Der Schattenfürst begann zu beben, und ebenso auch Ronny.
Der rote Lichtblitz ,der Ronnys Eltern umfasste, brach zusammen. Der Schattenfürst brüllte. Seine Stimme klang angstvoll, als er schrie: „lass das, hör auf! Ich bin dein Herr und Meister!
Doch Ronny hörte nicht auf. Beide bebten immer stärker .Die Sternenscheibe begann plötzlich Blitze in alle Richtungen zu verschicken, die  Diener des Schattenfürsten trafen.
Aus der Mundöffnung des Schattenfürsten drang ein durchdringender , unmenschlicher Schrei, als er von hellem Licht umgeben, immer stärker vibrierte.
Und dann begann ein weißer Nebel um ihn herum zu wabern. Licht und Nebel wurden  schwächer, und waren schließlich verschwunden.
Vor ihnen stand Grendelsen. Tiefschwarz und starr. Auf seiner ausgestreckten linken Hand lag die Sternenscheibe. Plötzlich knisterte und knackte es. Grendelsen bekam überall Risse, dann zerfiel er in viele kleine Bruchstücke. Da ,wo eben noch der Schattenfürst gestanden hatte, lag nur noch ein Haufen schwarzer Schlacke, und oben auf die Sternenscheibe.
Ronnys Eltern hatten die fesseln verloren und rappelten sich auf. Der Rest der dunklen Wesen hatte die Flucht ergriffen, oder wurde vertreiben.

Alles schaute auf Ronny, der immer noch kniete. Das Medaillon in seinen Händen. Langsam kippte er vornüber, und brach zusammen…

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